Le Nuage d'or - eine Spurensuche   am 19. April 2026
Ein performativer Spaziergang mit Marga Berck - performed by Gertrud Schleising

Le nuage d'or - auf den Spuren der Goldenen Wolke - Bremer Salonkultur zwischen 1904 und 1914
Der von Gustav und Magdalene Pauli alias Marga Berck, Rudolf Alexander Schröder und Alfred Walter Heymel gegründete Kreis wollte
„das geistige Niveau der Gesellschaft heben" ...
Auf einem performativen Spaziergang führt Marga Berck zu den klassizistischen Villen, in denen sich die "Wolkenkinder" getroffen haben:


Start am Institut francais - Contrescarpe 19

          Herzlich willkommen, ihr lieben Bremer:innen!
Ich freue mich, euch mitnehmen zu dürfen in meine Zeit der „Goldenen Wolke!, wie waren diese Jahre abwechslungsreich
 und inspirierend:

           "Wir gaben keine Gesellschaften, wir waren eine."            
 
                               Die GoldeneWolke  
une cercle littéraire et artistique de l'allemagne de la belle epoque
=
kurz vor Ende des Kaiserreichs und vor Beginn des Ersten Weltkriegs

Als Sissi ermordet wurde, bin ich (Marga Berck) 23 Jahre alt
und schon zwei Jahre mit Gustav verheiratet. Wir haben  einen Sohn  und gerade habe ich eine Tochter bei der Geburt verloren.

... zwei Häuser weiter:  im NEUBAUGEBIET!!!!
Contrescarpe 22-24

Die Villa Wolde - Rudi (Rudolf Alexander Schröder)
der nicht nur Dichter sondern auch Architekt war gestaltete für seinen Wolkenbruder Johann Georg Wolde und dessen Gattin Adele, geb. Knoop!
Adele und ihr Mann hatten eine bedeutende Kunstsammlung waren Mitglieder im  Kunstverein der Kunsthalle und
unterstützten Mein Mann (Gustav Pauli) wo sie nur konnten.
Und Adele war eine ganz entzückende Gastgeberin!
Dieses Grundstück war bereits seit 1837 bebaut. Alfis (Alfred Heymel)Adoptivvater Konsul Adolf Heymel hatte das Gebäude1889 erworben und es für seinen beabsichtigten Umzug von Dresden-Loschwitz in seine Geburtsstadt Bremen aufwendig umbauen lassen. Dabei wurde dann der Haupteingang von der Stirnseite an die Rembertistraße verlegt.                      Haus Heymel  - Rembertistraße 1a        
Alfi finanzierte Ankäufe für die Bremer Kunsthalle. Mit ihm kam
der Franz. Impressionismus in die Kunsthalle. Und Gustav hat Alfis Sammlung von Toulouse-Lautrec-Lithografien1906 in der Kunsthalle aus. Alfi ist dann auch als Lyriker hervorgetreten und war verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift Die Insel, aus der 1901 der gleichnamige bibliophile Insel Verlag hervorgegangen ist. Ach ja - alles in allem ein wirklich  frischer Schub für das Leben an der Weser.
                        Das Grafische Kabinettt                                     Seitenansicht mit Eingang
 Im neuen Haupteingang mit marmorgedeckter Treppe und  großen, mit Stuck geschmückten Nischen ließ der Konsul   zwei Antiken aus der Rotunde des Alten Museums in Berlin  aufstellen ...
                
                  Parkallee Ecke Goebenstraße
           „Man  hatte etwas geleistet…man leistete sich etwas“
                        Wo eine Villa, da auch ein Weg. Auch Bremen sollte eine Prachtstraße bekommen,  direkt am Bürgerpark, von der Hollerallee bis in Höhe der heutigen Polizeiwache – so recht nach dem Geschmack der vermögenden Entscheider in der Politik.
18. März 1891 - einstimmiger Beschluss der Bürgerschaf:t:
Die Parkallee darf nur mit frei stehenden Häusern bebaut werden.
Gustav war angetan von der neuen Wohngegend und schwärmte in den den höchsten Tönen von seiner neuen Heimstatt an der Parkallee: „Ein Juwel in angenehmster Lage nahe dem Bürgerpark“ …
Dass es dann doch „nur“zu einem Reihenhaus und nicht einer freistehenden Villa gereicht hatte, störte ihn nicht
und mich natürlich auch nicht ... 

Das „Bremer Haus“ ist über die Stadtgrenzen hinaus zu einem architektonischen Begriff geworden. Dass Rudolf Alexander Schröder, Sohn der Stadt und weithin als Übersetzer, Insel-Verleger, Dichter und Urheber zahlreicher Kirchenlieder bekannt, sich auch als Designer und Baumeister einen Namen gemacht hat, wissen nur wenige..
Im Stadtbild Bremens nimmt dieses Haus eine Sonderstellung ein: als Heye-Haus war es Treffpunkt der „Goldenen Wolke“.
             
               Haus Heye - Lüder-von-Bentheim-Straße 23
  Rudi hat das Haus für seine Schwester Clara Heye  entworfen ...      

Fotograf: Albrecht Genzel
Weitere Goldene-Wolken- Villen: Villa Wolde  - Osterdeich 64  und Villa Heye – Blumenthalstraße 14 
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